Diese restaurierte Fischereischaluppe hat eine bewegte Geschichte hinter sich.
Die Jacqueline-Denise ist ein Holzschiff und wurde 1942 in der Borrey-Werft gebaut. Diese Werft wurde um 1900 gegründet und befand sich zwischen 1937 und 1945 am Opex in Ostende. Im Jahr 1947 wurde die Werft stillgelegt.
Das Schiff war ursprünglich im Besitz des Reeders Charles Lenaers und gehörte bis Ende 1951 zur Fischereiflotte. Danach wurde es an Herrn Klaas aus Terneuzen verkauft. Nach verschiedenen Verwendungen als Vergnügungsschiff und Umwegen in Zeeuws-Vlaanderen brachte Peter Sabbe, Vorsitzender von 'Haven en Gebuurte', das Schiff nach Blankenberge. Um dieses wertvolle Stück des maritimen Erbes nicht zu verlieren, wurde in Absprache mit der damaligen Stadtverwaltung geplant, es am Leuchtturm aufzustellen. Doch der Zahn der Zeit nagte heftiger als erwartet, und eine viel gründlichere Restaurierung war angesagt. Im Rahmen des Projekts Intereg III wurde das Schiff schließlich in der Jan-Vandamme-Werft restauriert. Die erfreuliche Nachricht ist, dass es kein statisches Modell geworden ist, sondern wieder ein fahrendes Schiff.
Das Schiff hat eine Länge von 14,10 m und eine Breite von 3,60 m. Ursprüngliche Bruttoraumzahl 12,01 und ein Hilfsmotor von 34 PS. Ein Steuerhaus war nicht vorgesehen, wurde aber später hinzugefügt. Bei dem jetzigen restaurierten Schiff wurde auf die ursprüngliche Version zurückgegriffen und folglich das Steuerhaus wieder weggelassen. Ein moderner Schiffsdiesel wurde eingebaut, um die Sicherheit zu gewährleisten. Es wird wieder zwei Masten mit Baum und Gaffel geben, und die Steuerung erfolgt über eine Pinne.
Der Krabbenkutter ist eines der wenigen verbliebenen Schiffe der belgischen Seeflotte und hat daher einen großen historischen Wert. Es ist ein typisches Boot aus der Zeit zwischen den beiden Kriegen. Die Rumpfform, die Spanten, der Kiel und die Neigung des Buges sind typisch für diese Zeit. Dieser Typ symbolisiert den Übergang von der Seefischerei mit Segeln zu motorisierten Schiffen.
