Der B19 'Canot'-Schlepper

Dieses einmastige offene Boot kam ursprünglich aus Ostende und wurde in Blankenberge erst nach dem Bau des Hafens üblich. Solche Boote wurden sowohl aus Mooring als auch aus Klinker gebaut. Skimmer wurden aus Eichenholz oder anderen Holzarten gebaut. In Ostende wurden die Kutter mit Eimersegeln ausgestattet.

In Blankenberge wurden sie anders getakelt. Gaffelsegel waren handlicher. Der Schover ist ein Langkieler und hatte ein kleines Deckshaus an der Vorderseite. Wenn es nicht mehr möglich war, rechtzeitig einzusegeln, oder bei schlechtem Wetter, konnte man leicht in einem fremden Hafen übernachten. Die Besatzung bestand aus zwei Personen. Die Fanggründe waren auf den Küstenstreifen beschränkt. Im Winter wurde hauptsächlich Sprotte gefischt.

Im mondänen Blankenberge vor dem Ersten Weltkrieg war eine Seeluftkur eine echte Erfrischung. Etwa vier Schiffer organisierten kleine Bootsfahrten für Touristen von der Estacade aus. Die örtlichen Fischer hatten so während der Saison ein zusätzliches Einkommen. Der Nachbau der B19 'Canot' wurde von der Werft Vandamme-Hutsebout in Blankenberge gebaut.

Technische Daten:

  • Länge über alles: 8m
  • Breite: 2,54 m
  • Tiefgang: 0,65 m
  • Takelage: Gaffel getakelt

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