Blühende Erfahrung & Corso Classics

Unser Blumenkorso feiert dieses Jahr sein 131-jähriges Bestehen.
Was als fröhlicher Umzug mit Blumenwagen auf dem Pier begann, hat sich zu einem der Highlights des Sommers in unserer Stadt entwickelt.

Am Samstag, dem 31. August 1895, zog der allererste Blumenkorso – damals noch Corso Fleuri – durch Blankenberge. Kinder paradierten stolz mit geschmückten Eimern und Schubkarren, Damen präsentierten ihre Blumenarrangements auf Sonnenschirmen. Das Publikum schaute voller Staunen zu. Der Ton war gesetzt, das schmeckte nach mehr. Bald zog der Umzug an die Strandpromenade zwischen die stattlichen Villen um. Er wurde zu einem festen Bestandteil der Sommerferien. Jedes Jahr tauchten wieder mit Blumen geschmückte Fahrräder auf, Gruppen in bunten Kostümen, Blumenwagen, gezogen von geschmückten Pferden, ... und natürlich eine Musikkapelle, die alles in Gang brachte.

Der Umzug erlebte auch schwierige Zeiten: Zwei Weltkriege legten das Fest lahm. Aber jedes Mal blühte es wieder auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1947, kehrte der Umzug zurück und stieß sofort auf großes Interesse.

In den 1970er Jahren erhielt der Blumenkorso einen kräftigen Schub. Das Publikum stellte immer höhere Anforderungen, und die lokale Verwaltung entschied sich damals, einen Regisseur zu engagieren. Dank Regisseur Remi Van Duyn gewann das Spektakel an Kohärenz, Rhythmus und Bewegung. Seitdem baut der Umzug jedes Jahr auf einem zentralen Thema auf. Der Kreativität der Regisseure und Teilnehmer sind keine Grenzen gesetzt. Nach Remi Van Duyn folgten die Regisseure Bieke Van Duyn, Guy Helsen, Paul Dessein, Jan Vanquathem, Hans Vanquathem und heute Davy De Wolf. Letzterer sorgt zusammen mit begeisterten Freiwilligen für eine moderne, spritzige Version dieses reichen Erbes. Dank ihres Engagements und der Unterstützung der Stadtverwaltung wächst unser Blumenkorso weiter. Jedes Jahr zaubert der farbenfrohe Umzug ein breites Lächeln auf die Gesichter von Jung und Alt.

Corso Classics

Der Blankenbergs-Blumenkorso ist neben Loenhout, Wommelgem, Ternat und Sint-Gillis-bij-Dendermonde einer der fünf anerkannten flämischen Blumenkorsos. Im Jahr 2013 erhielten sie gemeinsam das Label „immaterielles Kulturerbe”. Eine Anerkennung für die damit verbundene Handwerkskunst, Kreativität und Verbundenheit.

Dank dieser Anerkennung bleibt die flämische Korsotradition auch in Zukunft geschützt. Das Wissen über das Entwerfen, Bauen, Züchten und Stecken von Blumen wird von Generation zu Generation weitergegeben. Die Jungen lernen von den Alten. Das geschieht in Familien, Freundeskreisen, Vereinen und Nachbarschaften. Und nicht nur in Flandern: Das Korsonetzwerk arbeitet auch mit dem berühmten Blumenkorso von Zundert und den 20 anderen niederländischen Korsos zusammen.

www.corsoclassics.be 
www.immaterieelerfgoed.be 

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