Geschichte des Hafens

Der Hafen von Blankenberge stammt aus dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Die Arbeiten begannen 1862 und 1871 wurde der Schutzhafen in Betrieb genommen. Von Anfang an erwies sich der Hafen als problematisch für das Auslaufen bei Westwind, außerdem war er für Kielschiffe nicht tief genug. Bereits 1913 gab es Pläne für den Bau eines neuen Hafens an der Westseite des Hafenkanals. Nach dem Krieg, im Jahr 1925, wurde ein zweites Projekt geprüft, aber aus Kostengründen nicht verwirklicht.

Der Fischereibetrieb in Blankenberge erlebte zwischen den beiden Weltkriegen einen stetigen Niedergang, und am Ende des Krieges zerstörten die Deutschen im Juni 1944 die gesamte Hafeninfrastruktur. Sollte der Hafen von Blankenberge erhalten werden? Schließlich beschloss man, ihn wiederherzustellen, allerdings nicht mehr für Fischereifahrzeuge, sondern als Jachthafen.

Ein erster Ponton zum Anlegen von Segelyachten kam 1953 hinzu, gefolgt von festen Schwimmkörpern. Die Hafenrinne wurde ausgebaggert und im Sommer 1955 wurde der Blankenberger Hafen endgültig als Yachthafen gebucht. Die feierliche Einweihung fand am 9. Juli 1955 in Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten statt, und in der Zwischenzeit wurde am 3. Juni der Scarphout Yacht Club Blankenberge gegründet. In den 1970er Jahren wurde beschlossen, den 'Spuikom' auch als Jachthafen zu nutzen. Die Einweihung fand am 21. Juni 1980 statt, womit die Kapazität der Liegeplätze auf 800 Boote stieg. In jüngerer Zeit wurde der Hafenkai (Barcadère) mit einem Fußweg und Bänken renoviert. Ein neuer Erweiterungsbau wurde im Jahr 2000 in Angriff genommen und während des Hafenfestes 2004 offiziell eingeweiht.

Alle diese Arbeiten haben mehrere hundert Millionen gekostet, aber die Erhaltung und der Ausbau des alten Fischereihafens und des 'Spuikoms' sind für den Tourismus in Blankenberge und natürlich für das Hafenviertel von großer Bedeutung.

Diese Seite empfehlen